Von Kalendern und Klimaanpassungsmaßnahmen: Fakultätsfeier präsentiert Vielfalt und Relevanz der Forschung
Am Freitag, 23. Januar 2026 fand die diesjährige akademische Jahresfeier der Fakultät für Geographie und Geowissenschaften statt.
Das Themenspektrum der Vorträge bei der akademischen Jahresfeier der Fakultät für Geographie und Geowissenschaften spiegelte die Breite der Arbeitsfelder der beiden Schwesterninstitute gut wider:
Prof. Dr. Chris Kyba, der im vergangenen Jahr seine Stelle am Geographischen Institut angetreten hat, gab Einblicke in seine Nachlichtforschung, wobei er zunächst auf die Zeitmessung mit Hilfe von Sternen und Kalendern einging, um schließlich den Bezug zu aktuellen Fragestellungen der Lichtverschmutzung herzustellen.
Inga Lammers, Preisträgerin des Sigfried Niedermeyer Förderpreis 2025, stellte ihre Arbeit zur Nutzung von hoch aufgelösten Satellitenbildaufnahmen zur Messung von Lava-Fließgeschwindigkeiten vor. Der Praxispreis Geowissenschaften ging an Moritz Arnd, der in seinem Vortrag eine stadtklimatische Vertikalanalyse präsentierte, mit der Klimaanpassungsmaßnahmen durch grüne Infrastruktur bewertet werden können.
Dekan Prof. Dr. Adrian Immenhauser ordnete aktuelle Entwicklungen aus geowissenschaftlicher Perspektive in einen größeren zeitlichen Kontext ein und machte unter anderem deutlich, dass der jüngste Schneefall zwar „einfach Winter“, aber kein „Jahrhundertwinter“ wie zum Jahreswechsel 1978/79 gewesen sei.
Eigentlicher Höhepunkt der Feier war wie immer die Übergabe der Zeugnisse an die Absolvent:innen. Im zurückliegenden Studienjahr wurden 20 B. Sc.- und 22 M. Sc.-Abschlüsse in den Geowissenschaften sowie 76 B. Sc. – und 44 M. Sc. Abschlüsse in der Geographie verliehen.
Darüber hinaus schlossen 29 Studierende einen Bachelor of Arts in zwei Fächern ab; 25 von ihnen verfassten ihre Bachelorarbeit im Fach Geographie. Die Absolvent:innen erhielten ihre Zeugnisse im Rahmen einer separaten Veranstaltung der Professional School of Education.
Besonders erfreulich war zudem, dass sieben Doktorand*innen ihre Promotion erfolgreich abschließen konnten.
Auch das Publikum war aktiv eingebunden: In einem Quiz vermittelten Dr. Katharina Jockers, Geschäftsstellenleiterin des Dekanats, und M.A. Christina Rauch, Öffentlichkeitsreferentin des Instituts für Geowissenschaften, Wissenswertes und Überraschendes über die Fakultät und ihre Mitglieder.
Und wer genau hinsah, konnte neben all den wissenschaftlichen Höhepunkten auch einen ganz besonderen Gast entdecken: Das Maskottchen der Fachschaft Geowissenschaften, Pickhammer Petra, ließ es sich nicht nehmen, bei der Jahresfeier persönlich vorbeizuschauen.